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Südwind.

Europa, Afrika, Südamerika (August 2001 - Juni 2003)

SüdwindMitte August 2001 brachen wir zu einer beinahe zwei Jahre währenden Fahrradreise auf, die uns zunächst über Frankreich und Spanien nach Marokko und damit nach Afrika führte. Hier tauchten wir ein, in eine für uns völlig unbekannte und fremde Welt. Entlang der Westküste arbeiteten wir uns in elf Monaten durch Mauretanien, Senegal, Gambia, Mali, Burkina Faso und Togo bis nach Ghana voran. Die Trockenheit der Sahara, Sandstürme, der Glutofen des Sahel mit bis zu 52°C Hitze oder die Schwüle der Tropen setzten uns zwar Hürden, jedoch keine Hindernisse entgegen. Fremde Kulturen, Geisterglaube und für uns seltsam anmutende Bräuche und Riten brachten uns ohne Unterlaß zum Staunen. Aber auch wir wurden auf unseren eigenartigen, für afrikanische Dorfbewohner futuristisch anmutenden Gefährten immer wieder bestaunt und neugierig beäugt. Sowohl Raub, Buschbrände, tiefe Weichsandpisten als auch die ständige Wasserknappheit überstanden wir unbeschadet. Und selbst eine im gambischen Busch auf uns abgefeuerte Kugel verfehlte unsere Köpfe um wenige Meter...

Nach beinahe einem Jahr mittlerweile „eingefahren", konnte so der zweite Teil der Reise beginnen. „Neuer Kontinent, neues Glück" versprachen wir uns, als wir schließlich in Santiago de Chile landeten. Abermals fanden wir uns im Sand wieder. Die trockenste aller Wüsten, die Atacama, machte uns ihre Aufwartung. Die beeindruckende Bergkette der Anden jedoch lockte uns schon bald in Höhen von 5000-6000m, auf den bolivianischen Altiplano, wo Schnee, Eis, Lamas, Condore und ein viel zu knappes Sauerstoffangebot auf uns warteten. Salz bis zum Horizont auf der gleißenden 12000qkm großen Fläche des größten Salzsees der Erde und Schlamm bis über die Waden bei der tagelangen abenteuerlichen „Abfahrt" mitten durchs bolivianische Goldgräber- und Outlawgebiet in das Amazonastiefland brachten uns Spaß, Spannung und Grenzerfahrungen in Hülle und Fülle. Der von der kurzen Sommerzeit auferlegte Zeitdruck drängte uns schon alsbald in Richtung Patagonien und Feuerland. Das rauhe Klima und der berüchtigte Wind im Süden Chiles und Argentiniens, der uns an manchen stürmischen Tagen mit 120-130km/h voran, oder - zu unserem Leidwesen - öfters auch von der Straße herunterblies, machten uns das Vorwärtskommen hin und wieder fast unmöglich. Der Winter saß uns im Nacken und die Temperaturen sackten täglich ein Stückchen weiter unter den Gefrierpunkt. Dennoch erreichten wir nach 15595 Km und 124900 Hm, die nach beinahe zwei Jahren, angefüllt mit Abenteuern und Erlebnissen hinter uns lagen den Beagle Kanal mit der südlichsten Stadt der Welt, Ushuaia.

Wir hatten bis dorthin drei Kontinente und 14 Länder bereist, praktisch alle Klimazonen zwischen Meereshöhe und 4660 m.ü.NN durchquert und unseren persönlichen Geschwindigkeitsrekord von 88 km/h (vollbepackt und somit 65-70 kg schwer) eingestellt. 19 zerfetzte Mäntel, 15 zerschlissene Schläuche, 3 verbrauchte Felgen und 10 gelängte Ketten säumten unseren Weg und etwa 35-40 mal mußten wir uns um Plattfüße kümmern. Südlich von Ushuaia markiert das Ende der „ruta 3" gleichermaßen das Ende jeglichen Straßenverkehrs. In beinahe greifbarer Entfernung liegen Kap Hoorn und die Antarktis. Das „Ende der Welt" und unser Ziel war erreicht.

Diavortrag

Dieser spannende Diavortrag kann jederzeit gebucht werden. Er dauert ca. 2 Stunden und findet bei Alt und Jung gleichermaßen Anklang.

Der Preis für eine Vorstellung beträgt 350 Euro.

Bildergalerie Südwind

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